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Kunst in der Kirche - "Die Bildhauer aus Zimbabwe"

Donnerstag, 14.09.2017
10.00 - 17.00 Uhr

Schloss Cappenberg 1 , 59379 Selm

Die Steinskulpturen aus der Kunsthalle Schnake sind im Kontext der afrikanischen Kunst und Kulturgeschichte eine Ausnahmeerscheinung. Als Synthese aus Tradition und Moderne gelten sie als ein Phänomen, das es in keinem anderen Land des Kontinents gegeben hat. 

Obgleich erst Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden, gehört diese neue Kunstform zu den prägendsten unserer Zeit. Die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler aus Zimbabwe sind in den bedeutendsten Sammlungen und den größten Häusern der Welt zu finden, darunter das Museum of Modern Art in New York und das Musée Rodin in Paris sowie Galerien und Museen in London oder Sydney. 

Auch die europäischen Künstler des 20. Jahrhunderts waren von der modernen Ausdruckskraft einerseits und Ursprünglichkeit der afrikanischen Kunst anderseits beeindruckt. Ob Heckel, Kirchner oder Barlach, ob Picasso oder Marcks – sie alle wurden von der afrikanischen Kunst inspiriert, die so ganz anders als das abendländische Kunst- und Kulturverständnis war. 

Im Gegensatz zu den europäischen Künstlern besaßen die afrikanischen Kunstschaffenden keine Möglichkeit, die westliche Kunstwelt zu erkunden. Frei von akademischen Zwängen und nur einem ursprünglichen Bedürfnis nach künstlerischer Artikulation folgend, schufen die Bildhauer aus Zimbabwe dennoch in einer reduzierten und abstrakten Formensprache Werkstücke, die die wichtigsten Kulturäußerungen des 20. und 21. Jahrhunderts spiegeln. 

Das Material, mit dem die Bildhauer auch gegenwärtig noch arbeiten, sind Steine aus ihrer Umgebung, die unter Verzicht auf maschinelle Gerätschaften bearbeitet werden. Als bevorzugter Stein gilt der Serpentin, der zu den härtesten Gesteinsarten gehört. Er stammt vorwiegend aus den Steinbrüchen von Tengenenge im Norden des Landes.

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Vom 23.07.2017 bis zum 17.12.2017
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Wegen Konzertproben ist die Ausstellung am Sonntag, 3. September geschlossen.