NS-Raubkunst beschäftigt Kunstmuseen im Ruhrgebiet

Dienstag, 11. Juli 2017

Gelsenkirchen/Essen/Duisburg (idr). Die Enteignung jüdischer Bürger in der NS-Zeit hat noch heute Folgen für Museen: Das Kunstmuseum Gelsenkirchen und das Museum Folkwang Essen starten ein gemeinsames Projekt zur Provenienzforschung. Sie untersuchen in ihren Sammlungen die Herkunft von Werken, die bei der Kunsthändlerfamilie Abels (Köln, Dresden) erworben wurden. Es geht um die Frage, ob es sich bei den von den Abels-Galerien verkauften Exponaten um NS-Raubkunst handelt. Das Projekt wird vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste gefördert.

Die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum hat heute bekannt gegeben, dass sie das Gemälde "Frauen im Blumengarten" von Emil Nolde an die Urenkel der ehemaligen Besitzer zurückgegeben hat. Die Erben des jüdischen Sammlerehepaares Eduard und Rita Müller forderten das Duisburger Museum 2004 erstmals zur Rückgabe auf. Die Herkunftsrecherche ergab, dass das Gemälde eindeutig zur Müller-Sammlung gehörte.

Infos: www.lehmbruckmuseum.de

Pressekontakt: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Freya Paschen, Telefon: 0391/72776324, E-Mail: freya.paschen@kulturgutverluste.de; Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Andreas Benedict, Telefon: 0203/2833206, E-Mail: presse@lehmbruckmuseum.de